So bringen Sie Arbeitsmuffel wieder auf Hochtouren
Fast jeder Chef kann davon ein Lied singen: Mitarbeiter, die nicht richtig mitdenken, die keine Verantwortung übernehmen wollen, die zwar „Ja“ sagen, dann aber doch anders handeln, oder die vor allem auf den Feierabend warten.
Haben auch Sie solche Mitarbeiter in Ihrer Firma?
Dann lernen Sie jetzt aus simplify your business die wichtigsten Verweigerer-Typen kennen, was dahintersteckt und wie Sie diese Menschen wieder ans Arbeiten bekommen.
Denn: Wer unmotivierte Mitarbeiter versteht, bekommt sie schneller wieder ans Arbeiten!
Der „Ich warte auf den Feierabend“-Typ
Diesem Mitarbeiter ist sein Privatleben sehr wichtig. Er hat zeitaufwändige Hobbys (z. B. ein Reitpferd) oder ist sehr stark außerhalb der Firma (z. B. als Jugendtrainer) eingebunden. Er versucht, so wenig wie möglich Zeit in der Firma zu verbringen.
D. h., er macht z. B. nie längere Pausen, weil er sonst auch abends länger bleiben müsste. Überstunden sind ausgeschlossen.
Frischverliebte, Alleinerziehende oder Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen sind hier übrigens nicht gemeint.
Das steckt dahinter: Für diesen Typ ist Arbeit nur ein notwendiges Übel. Das können die Ursachen sein:
Er ist frustriert, weil über Jahre hinweg niemand seinen Arbeitsbeitrag gewürdigt hat. Außerhalb der Firma findet er mehr Anerkennung. Er hat in Ihrer Firma erreicht, was er erreichen konnte, und sieht keine Perspektive. Leistung lohnt sich aus seiner Warte nicht mehr.
Das können Sie tun: Fragen Sie, was ihn an seinen Privataktivitäten so fasziniert. Welche Talente setzt er dafür ein? Gibt es Aufgaben, bei denen er diese Fähigkeiten in der Firma nutzen könnte?
Vielleicht hat seine Feierabend-Sehnsucht aber auch einen ganz anderen Grund, weil ihm z. B. ein Kollege fürchterlich auf die Nerven geht. Er flieht dann förmlich aus der Firma. Meist binden Sie diesen Typ durch eine Neuverteilung von Arbeit wieder in die Firma ein.
Der „Ich übernehme keine Verantwortung“-Typ
Mitarbeiter dieses Typs sind unselbstständig und zeigen keine Eigeninitiative. Unternehmerisches Denken liegt ihnen völlig fern. Sie melden sich nie freiwillig und suchen jemanden, der ihnen Arbeit und damit Verantwortung abnimmt.
Das steckt dahinter: Häufig haben solche Menschen in ihrem Berufsleben die Erfahrung gemacht, dass Fehler schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Ihr Berufsalltag war von strengen Vorschriften und ebensolchen Vorgesetzten geprägt.
Das können Sie tun: Solche Mitarbeiter müssen Sie an selbstständiges Handeln langsam heranführen. Geben Sie ihnen einfache Aufgaben, die schnell zu einem Erfolgserlebnis führen.
Fragen Sie nach Lösungsvorschlägen. Komplexere Aufgaben durchdenken Sie mit diesem Mitarbeiter gemeinsam bis ins Detail. Er braucht eine Anleitung, die er abarbeiten kann. Bringen Sie ihn dazu, dass er sie sich selbst erarbeitet.
Der „Ich mach, was ich will“-Typ
Über diesen Mitarbeiter könnten Sie sich pausenlos aufregen. Sie sagen ihm, was und wie er etwas machen soll, doch er hält sich nicht daran. Er hat seinen eigenen Kopf und dem folgt er. Im schlimmsten Fall verursacht er so Unfälle und richtet großen Schaden an.
Das steckt dahinter: Dieser Typ ist ein verhinderter Rebell. Statt zu sagen, was ihm nicht passt oder welche Lösung er für besser hält, handelt er eigenmächtig. Mit seiner Protesthaltung will er auffallen.
Das können Sie tun: Solche Leute brauchen enge Führung.
Oft erkennen Sie als Chef dann auch die Ursache, z. B. Herumtrödeln oder Schlampigkeit. Dann braucht der Mitarbeiter Unterstützung bei der Arbeitsorganisation. Machen Sie aber auch deutlich, dass Sie der Chef sind und sagen, wo es langgeht. Klären Sie ihn über die Konsequenzen wissentlicher Verstöße gegen die Regeln Ihres Unternehmens auf.
Der „Ich bin bald weg hier“-Typ
Dieser Mitarbeiter hat sich innerlich schon von Ihrem Unternehmen verabschiedet. Entweder wechselt er demnächst zu einer anderen Firma oder in den Ruhestand. Mancher angehende Rentner legt schon 2 Jahre vor seinem Ausscheiden die Hände in den Schoß.
Das steckt dahinter: Er erwartet keinen beruflichen Erfolg mehr und weiß, dass er auch keine Karriere mehr machen wird.
Das können Sie tun: Dieser Typ sucht nach neuen Herausforderungen. Geben Sie ihm Aufgaben, bei denen seine Erfahrung gefragt ist und er zeigen kann, was in ihm steckt.
Fragen Sie ihn bei Entscheidungen oder Beurteilungen nach seinen Erfahrungen. Falls das nicht hilft, können Sie ihm die Verabschiedung in den vorzeitigen Ruhestand oder eine Teilzeitbeschäftigung anbieten.
Wann hat Ihnen das letzte Mal jemand gesagt, wie gut Sie sind? ...
Chefs kämpfen oft ganz alleine an der Spitze ihres Unternehmens. Sicher – sie erfahren auch eine große Befriedigung durch ihr tägliches Tun – der Erfolg ist am Ende allein ihr Verdienst, schließlich halten sie auch für alles den Kopf hin.
Aber wer weiß schon, wie Unternehmer sich fühlen?
Und vor allem: Wie oft hört ein Chef eine aufrichtige Anerkennung von jemandem auf „gleicher Augenhöhe“ – von jemandem, den er respektiert und der den Chef-Job wirklich kennt? Mitarbeiter brauchen von ihren Vorgesetzten Führung, Lob und Motivation.
Je höher Sie aber in einer Hierarchie stehen, desto weniger Zuspruch erfahren Sie auch.
Natürlich wissen Sie selbst, worauf es in Ihrer Firma ankommt – und Ihre Entscheidungen müssen nicht jedem gefallen. Doch Sie müssen sich z. B. von Banken beurteilen lassen und vom Markt – von Ihren Kunden! Da hat man es oft mit Kritik zu tun. Ein Chef muss dann alleine sehen, wie er klar kommt. Er muss neue Kraft schöpfen, sich selbst auch mal gut zureden und Mut machen für den nächsten Sprung ins Ungewisse. simplify your business hilft Ihnen jetzt dabei.