Detektiv gesucht: Erkennen Sie die Ursache eines Problems
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Werden Fehler gemacht, so beginnt meist sehr schnell die Suche nach der Ursache oder dem Schuldigen. Das ist menschlich. Doch selten haben Fehler nur eine Ursache. Wenn Sie den Fehlern durch ein Projekt den Garaus machen wollen, brauchen Sie ein Analysewerkzeug, das alle Einflüsse auf einen fehlerhaften Prozess transparent darstellt.
Das ist das Ishikawa-Diagramm – oder Ursache-Wirkungs-Diagramm – aus der japanischen Verbesserungslehre Kaizen:
Der Kompaktkurs Projektmanagement stellt Ihnen das Diagramm einmal genauer vor:
| Das Diagramm hat die Form einer Fischgräte und stellt die Ursache-Wirkungsbeziehung eines Problems in Form von Haupt- und Nebenästen (oder -gräten) übersichtlich dar.
Dabei fließen folgende Faktoren als Hauptäste – die sogenannten 7 Ms – ein:
- Mitarbeiter (Bedienung, Wartung)
- Management
- Material
- Maschine
- Messung
- Methode (Verfahren, Regeln, Prinzipien)
- Mitumwelt (Umfeld)
Zeichnen Sie für jedes dieser 7 Ms einen Pfeil (= eine Gräte), der auf die mittige Hauptachse (das Rückgrat) zeigt. Die bekannten, neu entdeckten und möglichen Einflüsse auf jedes einzelne M teilen Sie in Haupt- und Nebenursachen auf.
Mögliche Fehlerquellen für das Mitarbeiter-M können z. B. Arbeitsgeschwindigkeit, Ausbildung, Motivation, Verantwortungsbewusstsein etc. sein. Mögliche Fehlerquellen für das Methoden-M können z. B. Vorschriften, Prozessgeschwindigkeit oder auch technische Einstellungen sein. So verfahren Sie mit jedem M.
Am Ende können Sie die jeweiligen Einflüsse deutlich sehen. Indem Sie diese Untersuchung durchführen, erkennen Sie bisher unerkannte Einflüsse und identifizieren den Zusammenhang von Fehlerquellen untereinander.
Am besten, Sie führen die Fehleranalyse zusammen mit Mitarbeitern und Spezialisten durch, die jeweils einen Beitrag zur Problemanalyse liefern können und auch über den entsprechenden Wissensstand verfügen.
Stellen Sie mit dem Ishikawa-Diagramm alle Ergebnisse übersichtlich dar. Diskutieren Sie das Diagramm in der Gruppe, und überlegen Sie sich für jedes dieser Ms die möglichen Fehlerquellen.
Bleiben Sie nicht bei dieser isolierten Betrachtung, sondern fragen Sie sich auch, wo Fehler im Zusammenspiel der Ms auftauchen könnten! Oft befindet sich die Hauptursache für einen Fehler nicht dort, wo Sie sie vielleicht vermutet haben. |  | | Beitrag veröffentlicht am: 11.12.2009 |  | |  | |
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Kurz-URL für Presse: www.business-best-practice.de/5294
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