
Treffen Sie Entscheidungen, die Sie wirklich nach vorne bringen
Schauen Sie kurz zurück: Sie haben im zurückliegenden Jahr unzählige kleine und große Entscheidungen getroffen: aus dem Bauch heraus und nach bewusster Überlegung. Manches war sicher sehr gut, anderes weniger.
Erfahren Sie jetzt in diesem Beitrag aus simplify your business durch die Zürich-Methode, welcher Prioritätentyp Sie sind. Denn wer weiß, wie er „Bauch“ und „Kopf“ gewichtet, kennt auch seine Stärken und Schwächen und kann 2012 noch bessere Entscheidungen treffen.
Die Zürich-Methode zeigt, welcher Typ Sie sind
Die Zürich-Methode wurde von Dr. Maja Storch entwickelt, die das Institut für Selbstmanagement und Motivation an der Universität Zürich leitet. Sie unterscheidet 4 Prioritätentypen, die verschiedene Stärken und Schwächen haben.
Egal, welcher Typ Sie auch sind, Sie entscheiden immer innerhalb weniger Sekunden unbewusst teils spontan „aus dem Bauch“, teils mit dem Kopf. Nur die Gewichtung dieser beiden Entscheidungsparameter ist je eine andere.
Stellen Sie sich folgenden Fall vor: Sie haben ein Bewerbungsgespräch mit einem Interessenten für eine Stelle, die Sie ausgeschrieben hatten. Der Interessent hat hervorragende Führungs- und Ausbildungszeugnisse, macht auf Sie jedoch einen wenig zuverlässigen Eindruck oder ist Ihnen unsympathisch. So kommen die verschiedenen Typen zu einer Entscheidung:
Der Ausgeglichene
Bei Ihnen herrscht ein ausgewogenes Gleichgewicht von 50 % spontanen (aus dem Bauch) und 50 % rationalen Entscheidungen (aus dem Kopf). Sie kommen meist bei beiden Formen zum selben Ergebnis.
Im Zweifelsfall wägen Sie sorgfältig ab und entscheiden dann für die überwiegende Form. In unserem Beispiel entscheiden Sie sich gegen den Interessenten, weil er Ihnen zwar aus rationalen Gründen zusagt (beste Zeugnisse), Sie ihn aber unsympathisch finden und als unzuverlässig einschätzen und befürchten, dass er dem Team schaden könnte.
Ihre Stärken: Sie haben ein gutes Fingerspitzengefühl. Sie wissen instinktiv, welche Gewichtung spontane und rationale Überlegungen haben müssen, damit Sie sich bei Ihren Entscheidungen wohlfühlen.
Ihre Schwächen: Sie verlieren bei der Entscheidungsfindung häufig Zeit. Manchmal überlegen Sie zu lange, denn rationale Überlegungen brauchen Zeit. Bei eiligen Entscheidungen neigen Sie häufig zum Aufschieben.
simplify your business rät: Bei eiligen Entscheidungen sollten Sie immer auf Ihre spontanen Gefühle hören. In den meisten Fällen liegen Sie richtig!
Der Selbstausbeuter
Sie treffen die meisten Entscheidungen zu 80 % mit dem Verstand und unterdrücken Ihre 20 % „Bauchgefühl“, sodass Sie es gar nicht mehr wahrnehmen. Dabei entscheiden Sie immer zum Wohl Ihrer Firma und kümmern sich wenig um Ihre persönlichen Belange.
In unserem Fall würden Sie sich dazu entscheiden, den Interessenten einzustellen, da für Sie nur die rationalen Gründe eine Rolle spielen. Sollte diese Entscheidung nicht optimal gewesen sein, etwa weil der neue Mitarbeiter Unruhe in Ihre Firma gebracht hat, machen Sie sich später Vorwürfe.
Ihre Stärken: Sie leisten einen hohen Einsatz für Ihre Firma. Sie leben für Ihre Firma und treffen Entscheidungen nur, wenn Sie sorgfältig das Für und Wider abgewogen haben.
Ihre Schwächen: Sie verlieren Zeit beim rationalen Abwägen. Außerdem neigen Sie noch zum Zaudern.
simplify your business rät: Versuchen Sie, wieder mehr auf Ihr Gefühl zu achten. Nutzen Sie dazu diese kleine Übung: Versuchen Sie, beim Öffnen von E-Mails zu erkennen, welche Emotion Sie mit dem Inhalt verbinden (Freude, Überraschung, Ärger, Angst). So können Sie lernen, Ihre Emotionen mehr in Ihre Entscheidungen einfließen zu lassen.
Der Schnelle
Sie neigen zu 70 % spontanen Entscheidungen aus Ihrem Bauchgefühl heraus. Sie setzen Ihre Entschlüsse sofort in die Tat um und begeistern sich schnell für neue Projekte.
In unserem Beispiel würden Sie den Interessenten nicht einstellen, da Ihr „Bauchgefühl“ dagegenspricht. Sie haben jedoch vorher nicht über rationale Gründe nachgedacht.
Ihre Stärken: Sie sind besonders entscheidungsfreudig und entscheiden sehr spontan.
Ihre Schwächen: Sie vernachlässigen oftmals die rationalen Aspekte, und es fällt Ihnen schwer, zu entscheiden, was die zweckmäßigste Lösung ist.
simplify your business rät: Nutzen Sie die Erfahrungen von älteren Mitarbeitern und anderen Unternehmen Ihrer Branche. Steht eine wichtige Entscheidung an, so bilden Sie mit ihnen einen „Ideenpool“. Dort sammeln Sie alle Vorschläge. So gewinnen Sie Abstand und entscheiden rationaler über die Vorschläge.
Der Zerrissene
Ähnlich wie der Selbstausbeuter treffen Sie meist rationale Entscheidungen. Sie nehmen Ihre 40 % Bauchgefühl zwar wahr, vertrauen aber meist nur Ihren 60 % Verstand.
In unserem Fall hätten Sie den Interessenten eingestellt, auch gegen Ihr ungutes Gefühl. Sie hätten sich aber später ebenfalls Vorwürfe gemacht.
Ihre Stärken: Sie können Vor- und Nachteile Ihrer Entscheidungen gut einschätzen und sind sich über die Tragweite bewusst.
Ihre Schwächen: Sie hören zu wenig auf Ihr Gefühl und versuchen immer nur, nach rationalen Gesichtspunkten zu entscheiden.
simplify your business rät: Geben Sie sich eine „innere Erlaubnis“, auf Ihr Gefühl zu hören, und nutzen auch Sie den „Ideenpool“ Ihrer Mitarbeiter. Allerdings nicht zur Ideensammlung wie der „Schnelle“, sondern als Feedbackschleife, um Kopf und Bauch in Einklang zu bringen.
simplify your business-Selbsttest: Arbeite ich genug an meinen Zielen?
Als Chef haben Sie viele Aufgaben und Termine, aber nur wenig Zeit. Erfolgreiches Prioritätenmanagement erfordert zuvor eine Definition klarer Ziele.
Mit dieser Checkliste erfahren Sie, ob Sie sich in Ihrer Arbeit von klaren Zielen leiten lassen und so Ihre Prioritäten richtig setzen. Kreuzen Sie an, was auf Sie zutrifft:
Zur Bewertung der Ergebnisse:
Je mehr Aussagen Sie ankreuzen können, desto, klarer haben Sie private und berufliche Ziele vor Augen. Sie setzen Ihre Prioritäten richtig. Je mehr Fragen Sie nicht ankreuzen konnten, desto klarer sollten Sie Ihre Ziele für die nächsten 5, 10 oder 15 Jahre ausformulieren. Arbeiten Sie hier gezielt an Ihrer beruflichen und privaten Zukunftsvision.
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