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Troubleshooting-Workshop: Ursachen und Lösungen für STOP-Fehler in Windows



Troubleshooting-Workshop - Bild, Windows Fehler STOP-Fehler sind nicht immer leicht zu beheben und führen meist zu einem Totalabsturz des Systems. Doch häufig haben STOP-Fehler ganz banale Ursachen.

Dabei geben der Blue Screen und der STOP-Code Auskunft über die Ursache der Systeminstabilität. Einige der vielen STOP-Fehlermeldungen treten selten auf, andere wiederum kommen in der Praxis relativ häufig vor.

Diese Checkliste aus Windows-Probleme lösen zeigt Ihnen die häufigsten STOP-Fehler und ihre Ursachen:

STOP-Fehler Ursache Lösung
STOP: 0x00000076

(0x,0x,0x,0x)

PROCESS_HAS_

LOCKED_PAGES
Fehlerhafter Treiber, der beim Beenden eines I/O-Prozesses gesperrte I/O-Seiten hinterlässt.
  • Neueren Treiber installieren.

  • Zur Fehlersuche in der Registry unter „HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\
    Control\Session Manager\Memory Management\“ den DWORD-Schlüssel „TrackLockedPages“ mit dem Wert „1“ anlegen und neu booten. Führt beim nächsten Auftreten des Problems zur Meldung „0x000000CB Driver_left_locked pages in_process“ mit Angabe des verursachenden Treibers.
STOP: 0x0000003F

(0xA,0xB,0xC,0xD)

NO_MORE_SYSTEM_PTES
Fehlerhafter Treiber oder Anwendung hat einen großen Speicherblock angefordert, der vom System nicht mehr in einem Stück geliefert werden kann, da die Page Table Entries (PTEs) fragmentiert sind.

Häufig verursacht durch Videotreiber, Backup-Programme oder Programme, die zu viele I/O-Operationen durchführen.
  • In der Registry die „Total Number of System PTEs“ erhöhen.

  • Neuen (Video-)Treiber oder ggf. neuere Backup-Applikation installieren.

  • Zur Fehlersuche: Unter HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\
    Control\Session Manager\Memory Management\ den DWORD-Schlüssel „TrackPtes“ mit dem Wert „1“ anlegen. Neu booten. Führt beim nächsten Auftreten des Problems zur Meldung „0x000000D8 Driver_used_excessive_PTES“. Der Name des verursachenden Treibers wird dann angezeigt.
STOP: 0x0000007F (UNEXPECTED_KERNEL_ MODE_TRAP) Hardware-Defekt oder inkompatible Hardware (besonders Speicherbausteine).

Kann auch durch einen Stack-Überlauf auftreten. Der kann eintreten, wenn mehrere Treiber denselben Stack benutzen, was z. B. bei File-System-Filtertreibern der Fall ist.
  • Hardware auf richtigen Sitz im Steckplatz prüfen, insbesondere die AGP-Karte.

  • Neu eingebaute Hardware probeweise wieder entfernen bzw. austauschen.

  • Ggf. neuere Filtertreiber bzw. Service Packs installieren.

  • Zur Fehlersuche: Hardware-Diagnoseprogramme laufen lassen, Speichertest laufen lassen.
STOP: 0x0000000A (0,0,0,0)

IRQL_NOT_LESS_

OR_EQUAL
Fehlerhafter Treiber, fehlerhafter Systemservice oder ein fehlerhafter, im Kernel-Modus ausgeführter Prozess, der auf eine unzulässige Speicheradresse zugreift, oder ein fehlerhaftes/veraltetes BIOS.
  • Neuere Treiber installieren.

  • Ggf. Hardware austauschen.

  • Evtl. Übertaktung zurücknehmen.

  • Über die Ereignisanzeige prüfen, ob ggf. ein bestimmtes Hardware-Gerät oder ein bestimmter Treiber Fehler meldet. Hardware-Diagnose/Speichertest laufen lassen.

  • Bei SCSI-Peripherie: aktualisierte Windows-Treiber installieren, SCSI-BIOS aktualisieren. "Sync Negotiation" im SCSI-BIOS probeweise abschalten. SCSI-Verkabelung, Terminierung und -IDs jedes Gerätes prüfen.

  • Bei (E)IDE: probehalber nur Primary IDE aktivieren und alle (E)IDE-Geräte bis auf System-Disk entfernen. Auf richtige Master-/Slave-Jumper achten.
STOP 0x0000007B – Inaccessible_Boot_Device Kein Zugriff auf die Systempartition
  • (E)IDE-Verkabelung überprüfen.

  • Im BIOS auf richtige Boot-Reihenfolge achten.

  • Falls ein zweites IDE-Gerät neu eingebaut wurde: Master-/Slave-Jumper überprüfen, ggf. zusätzliches Gerät probeweise wieder entfernen.

  • Im BIOS die Festplatte per „Autodetect“ erkennen lassen.

  • Bei SCSI-Peripherie: Terminierung, richtige ID-Vergabe und Verkabelung prüfen.

  • Festplatte (in anderem System) prüfen.
STOP 0x00000024 – NTFS_FILE_SYSTEM NTFS-Dateisystem oder Festplatte (Bad Blocks, defekte Sektoren) beschädigt.

Möglicherweise Treiberdatei „NTFS.SYS“ fehlerhaft oder IDE/SCSI-Treiber beschädigt.
  • Mit der Ereignisanzeige im „System Log“ nach SCSI- bzw. FASTFAT-Einträgen suchen und im „Application Log“ die „Autochk“-Einträge prüfen.

  • Virenscanner, Backup-Programme und im Hintergrund laufende Disk-Defragmentierer stoppen oder testweise entfernen.

  • Das Dateisystem mit „CHKDSK /f /r“ reparieren (Reboot).


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