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So sichern Sie sich aufmerksame Zuhörer:

12 Ideen für Ihren Rede-Einstieg



Bild - Selbstpraesentation Wenn Sie vor ein Publikum treten, entscheidet dieses innerhalb von Sekunden, ob es für Sie Sympathie, Gleichgültigkeit oder Antipathie empfindet. Und damit zumeist auch: ob es gewillt ist, Ihrem Vortrag mit Interesse zu folgen.

Mit diesen 12 Profi-Ideen aus Einfach organisiert kompakt! haben Sie das Publikum von Anfang an auf Ihrer Seite.

1. Aktuell: beispielsweise mit einer Zeitungsmeldung

Nutzen Sie eine aktuelle Schlagzeile aus der Zeitung oder brisante Branchen-Infos, um Ihre Präsentation zu beginnen:
  • „Die Konzentration im Großhandel geht weiter. Lieferanten unter massivem Druck. So oder ähnlich lesen wir es derzeit in allen Wirtschaftspublikationen. Für ein Unternehmen Ihrer Größenordnung bedeutet das ...“
Informationen, die Ihre Zuhörer schon einmal gehört haben, und Zusammenhänge, deren Hintergrund sie kennen oder zumindest ahnen, wecken unwillkürlich ihr Interesse. Auf diese Weise können Sie also einen gemeinsamen Bezugspunkt herstellen. Der Effekt: Ihr Publikum möchte mehr hören und schenkt Ihnen seine Aufmerksamkeit.

2. Klassisch: mit einem Zitat

Lassen Sie bekannte Autoritäten zu Wort kommen: Zitieren Sie deren Aussagen, und beziehen Sie sich dann darauf:
  • „Lee Iacocca, der erfolgreiche amerikanische Auto-Manager, hat einmal gesagt, dass Zulieferer langfristig nur dann überleben, wenn sie ...“
Der Wert Ihrer Aussagen steigt, die Glaubwürdigkeit Ihrer Person nimmt zu. Geben Sie Ihren Zuhörern das Gefühl, dass sie den Ansichten der größten Fachleute folgen, wenn sie Ihnen zustimmen.

3. Mit einer Frage – echt oder rhetorisch

Beginnen Sie mit einer Frage. Ganz gleich, ob es eine echte oder eine rhetorische ist – durch den Fragecharakter Ihrer Aussage regen Sie Ihr Publikum sofort zum Mitdenken an:
  • „Wie können Sie sicherstellen, dass Sie Ihrer Konkurrenz immer einen Schritt voraus sind? ... (kurze Wirkungspause) ... Ich will es Ihnen sagen ...“

4. Aggressiv: mit einer Provokation

Rütteln Sie Ihr Publikum durch einen aggressiven, provozierenden Einstieg auf: Sie erhalten dadurch unverzüglich das ungeteilte Interesse Ihrer Zuhörer. Legen Sie danach eine kurze Wirkungspause ein (2 bis 3 Sekunden), um die Spannung weiter zu steigern.

Dann schwächen Sie die Provokation ab und kommen zu Ihrer eigentlichen Argumentation:
  • „Wenn ein Kunde nicht gleich unterschreiben will, muss er manipuliert werden ... (kurze Wirkungspause) ... Durch diese Einstellung, meine Damen und Herren, haben schon viele junge Verkäufer ihre Karriere frühzeitig beendet.“
Vermeiden Sie aber die persönliche Provokation der Zuhörer. Dies führt spontan zu negativen Emotionen, die auch im Laufe einer brillanten Präsentation nur schwer auszugleichen sind. Vermeiden Sie es auch, nicht anwesende Dritte anzugreifen; das könnte die Zuhörer ebenfalls gegen Sie einnehmen.

5. Heiter: Humor oberhalb der Gürtellinie

Durch den Einstieg mit Humor erzeugen Sie eine entspannte Atmosphäre. Beachten Sie auch hier den großen Unterschied zwischen Humor und plumpem Witz. Wenn Sie Ihre Zuhörer zum Lachen bringen, gewinnen Sie auch persönlich an Sympathie und Akzeptanz.
  • „Der Arzt empfiehlt dem gestressten Unternehmer, in der Freizeit irgendeine Sportart zu treiben. Der Unternehmer sagt, das tue er bereits, er ringe jeden Tag um seine Existenz ... (Sie fahren fort, ohne auf Lacher zu warten) … Meine Damen und Herren, körperliche und geistige Fitness ...“
Ein weiteres Beispiel aus Einfach organisiert kompakt!: „Dies ist ein Überraschungs-Ei“, beginnt Hartmut Müller und hält ein Überraschungs-Ei in die Höhe. Die Zuhörer schauen etwas irritiert, aber gespannt.

„Herzlich willkommen zum Vortrag, der erfolgreiche Umgang mit dem Finanzamt. Das Wichtigste zuerst: Finanzbeamte sind oft nur deshalb missmutig, weil sie so schwere Aufgaben lösen müssen. Zum Beispiel dieses Ei. Ist es ein Lebensmittel mit halber Mehrwertsteuer oder ein Spielzeug mit vollem Satz? Auf jeden Fall ein echtes Problem! Also, seien Sie tolerant, und denken Sie bei Ihrem nächsten Besuch im Finanzamt an dieses Überraschungs-Ei ...“

6. Ernst: direkt zur Sache kommen

Mit dem ernsten Einstieg sprechen Sie unverzüglich das Thema Ihres Vortrags an. Das ist besonders dann geeignet, wenn Ihre Qualifikation unbestritten ist und Sie sich mit Ihren Zuhörern darauf verständigt haben, schnell zu einem Ergebnis zu kommen.
  • „Die aktuellen Ergebnisse aus der Marktforschung zeigen deutlich, wohin der Trend in diesem Jahr gehen wird.“

7. Überraschend: z. B. mit einer Falschaussage

Versetzen Sie Ihr Publikum in Erstaunen. Überraschen Sie es, indem Sie im Einstieg einen Standpunkt vertreten, den man von Ihnen nicht erwartet. Oder beginnen Sie mit einer Falschaussage. Ihre Zuhörer werden hellhörig und äußern sich durch Fragen oder Zwischenrufe.

Innerhalb von Sekunden haben Sie ein engagiertes und waches Publikum. Klären Sie dann die Überraschung auf, und leiten Sie zum anschließenden Hauptteil über.
  • „Der wichtigste Produktionsfaktor ist das Kapital ... (kurze Wirkungspause, um Zwischenrufe zu provozieren, dann Zwischenrufe, in denen die menschliche Arbeitskraft als wichtigster Faktor bezeichnet wird) ... Sie haben Recht, meine Damen und Herren, dieser Satz stammt aus dem Jahr ...“

8. Persönlich: den Praxisbezug verifizieren

Ein Einstieg mit einem persönlichen Erlebnis zeigt, dass Sie aus der Praxis sprechen, sich auf vertrautem Boden bewegen und keine abstrakte Theorie vermitteln. Ihre Akzeptanz beim Publikum steigt – und somit wird Ihre Argumentation von Anfang an glaubwürdiger.
  • „ Letzte Woche war ich in New York. Ich wollte mich selbst davon überzeugen, was Kundenservice in Amerika bedeutet. Dabei habe ich erlebt, dass ...“

9. Anerkennend: dem Publikum Tribut zollen

Durch angemessene, ehrlich gemeinte Anerkennung erzeugen Sie eine harmonische und entspannte Stimmung. Die Akzeptanz Ihrer Person und Ihres Vortrags nimmt zu.
  • „Meine Damen und Herren, Sie sind erfolgreich und viel beschäftigt. Deshalb freue ich mich sehr, dass Sie, als führende Kräfte der Wirtschaft, sich heute die Zeit nehmen ...“

10. Vergleichend: zum Mitdenken anregen

Mit einer bildhaften Umschreibung, einem ansprechenden Beispiel oder einem ausdrucksvollen Vergleich fordern Sie Ihr Publikum zum Mitdenken auf. Dadurch und durch die anschauliche Darstellung wecken Sie das Interesse und erhöhen die Gedächtnishaftung Ihrer Zuhörer.
  • „ Manche halten einen erfolgreichen Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse. Andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne. Nur wenige sehen in ihm das, was er wirklich ist: das unermüdliche Pferd, das den Karren zieht. Dieses Bild, das übrigens von Winston Churchill stammt, zeigt …“

11. Spontan: den Vortrag ins Hier und Jetzt holen

Gehen Sie auf Dinge ein, die im Augenblick Ihrer Präsentation oder kurz davor passieren. Knüpfen Sie an die momentanen Ereignisse an. Ein Einstieg, der meist zu Heiterkeit und Entspannung führt, da er für die Zuhörer immer überraschend kommt:

Sie legen eine Folie versehentlich so auf den Projektor, dass sie spiegelverkehrt erscheint. Als Sie es durch die Reaktion der Zuhörer bemerken, reagieren Sie spontan:
  • „ Sie sehen also, meine Damen und Herren, alles hat wirklich zwei Seiten, nur ist die eine manchmal etwas schwieriger zu entziffern ...“

12. Demonstrierend: zeigen statt beschreiben

Setzen Sie Folien ein, führen Sie einen kurzen Film vor, zeigen Sie Schaustücke oder führen Sie selbst etwas vor: Dieser Einstieg garantiert Ihnen die höchste Aufmerksamkeit. Halten Sie's jedoch knapp, wenn Sie mit Medien arbeiten (vor allem wenn Sie den Raum dazu verdunkeln müssen, wie bei Dia- und Filmvorführungen): Sonst rutschen die Zuhörer schnell in eine inaktive Konsumentenhaltung.

Sicher gut starten: 3 „Einfach organisiert kompakt!“-Tipps

1. Mischen Sie sich vor Ihrem Auftritt unter das Publikum:
Führen Sie mit möglichst vielen Zuhörern kurze Gespräche, ohne sich als Redner zu präsentieren. Lächeln Sie, grüßen Sie, nicken Sie zustimmend. Bei Ihrer Vorstellung als Redner sind Ihnen dann einige positiv überraschte, freundliche Gesichter sicher – die ideale Atmosphäre, um überzeugend zu präsentieren.

2. Die ersten Sätze sicher haben:
Lampenfieber und Blackout-Gefahr schwinden, wenn Sie erst einmal angefangen haben. Lernen Sie deshalb die ersten Sätze Ihrer Präsentation auswendig.

3. Lassen Sie sich durch zu spät kommende Zuhörer nicht aus der Ruhe bringen.
Unterbrechen Sie Ihre Präsentation nicht, fahren Sie wie geplant fort. Wenn ein verspäteter Teilnehmer wichtig ist für die spätere Entscheidungsfindung, flechten Sie gegebenenfalls eine kurze Zusammenfassung ein, jedoch ohne auf den Zuspätkommer einzugehen.





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