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Das ABC der Betriebsausgaben rund um Ihren Firmenwagen: Was Sie absetzen können und was nicht



Firmenwagen, Betriebsausgaben, Firmenwagen absetzen Öl nachgefüllt? Reifen gewechselt? Reparaturen und Inspektionen durchgeführt?

Haben Sie wirklich alles abgesetzt, was an Kosten rund um Ihren Firmenwagen angefallen ist, und gebucht?

Das folgende ABC zeigt, was möglich ist und was nicht. Nutzen Sie diese Übersicht aus Steuern sparen für Selbstständige, wenn Sie jetzt die Belege für Ihre Steuererklärung 2009 zusammenstellen – und bei Ihren Entscheidungen zu Ihren PKW-Kosten 2010.

 
Das ABC der Betriebsausgaben


Abschreibungen (Anschaffungskosten)

Die Abschreibungen der Anschaffungskosten sind auch Betriebsausgaben! Allerdings sind sie uns lieber als andere, denn hier fließt kein Geld ab (das ist ja bereits beim Autokauf weggegangen).

Durch Abschreibungen werden die Anschaffungskosten nach und nach in gewinn- und damit steuermindernden Aufwand umgewandelt – bei neuen PKW nach der amtlichen AfA-Tabelle binnen 6 Jahren, wenn nicht ein Ausnahmetatbestand, der eine kürzere Nutzungsdauer rechtfertigt, nachgewiesen werden kann (ein Taxi kann z. B. über 5 Jahre abgeschrieben werden).

Bei gebrauchten PKW gibt es keine vorgeschriebene Nutzungsdauer. Die von Ihnen zugrunde gelegte Restnutzungsdauer muss das Alter des Fahrzeugs und die bisherige Laufleistung zum Zeitpunkt des Kaufs berücksichtigen, aber auch die von Ihnen geplante Art und Intensität der Nutzung.

Die von den Finanzgerichten grundsätzlich angenommene Gesamtnutzungsdauer von 8 Jahren bzw. Gesamtleistung von 120.000 km kann daher durchaus unterschritten werden.

Die Abschreibung wird monatsgenau errechnet und bezieht sich auf die Netto-Anschaffungskosten des PKW.

Steuern sparen für Selbstständige-Beispiel:

Sie erwerben am 2.5.2008 einen 3 Jahre alten Gebraucht-PKW für 10.800 € (ohne Umsatzsteuer) mit einem Kilometerstand von 62.000 km.

Sie wollen das Fahrzeug ganz überwiegend auf kurzen Strecken einsetzen und schätzen Ihre Jahresfahrleistung auf 20.000 km. Da bei Kurzstreckeneinsatz ein erhöhter Verschleiß unterstellt werden kann und nach 3 weiteren Jahren voraussichtlich eine Gesamtleistung um 120.000 km auf dem Tacho stehen wird, ist die Verteilung der Anschaffungskosten auf 3 Restjahre bzw. 36 Restmonate gerechtfertigt.

Der Abschreibungsbetrag für 2008 errechnet sich wie folgt: 10.800 € ÷ 36 Monate × 8 Monate = 2.400 €, die Sie über die Abschreibung als Betriebsausgabe geltend machen.




Bußgelder

Wenn Sie selbst ein Bußgeld – etwa für falsches Parken oder eine Geschwindigkeitsübertretung – zu zahlen haben, ist dies immer eine Privatangelegenheit, auch dann, wenn die Buße in Zusammenhang mit einer geschäftlichen Fahrt entstanden ist.

Bußgelder, die Sie gegebenenfalls für Ihre Arbeitnehmer tragen, stellen dagegen für Sie Betriebsausgaben, für den Mitarbeiter im Allgemeinen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar.

Allerdings gilt Letzteres nicht für Fälle, in denen Sie die Zahlung aus überwiegend betrieblichem Interesse geleistet haben (so das BFH-Urteil vom 7.7.2004, Az. VI R 29/00, im Falle eines Paketzustelldienstes).




Darlehensraten ...

... für ein fremdfinanziertes Fahrzeug sind nicht in voller Höhe Aufwendungen, sondern nur mit dem Zinsanteil.

Das heißt: Als Betriebsausgabe können Sie nicht die Tilgungsraten geltend machen, sondern nur die Zinsen, die für den Kredit anfallen.




Führerschein

Einen Führerschein zu erwerben ist heute eine Selbstverständlichkeit. Die Kosten werden daher fast immer der privaten Lebensführung zugerechnet und sind keine Betriebsausgaben.

Eine Ausnahme kann darin bestehen, dass einem Arbeitnehmer, zu dessen Hauptaufgaben künftig die Durchführung betrieblicher Fahrten gehören soll, der Führerschein finanziert oder bezuschusst wird.

In diesem Fall könnte eine „freiwillige lohnsteuerfreie soziale Aufwendung“ in Betracht kommen.




Garagenmiete

Haben Sie für Ihren Firmenwagen eine Garage angemietet, sind auch diese Kosten Betriebsausgaben, die Sie steuerlich geltend machen können.




Kfz-Steuern ...

... sind selbstverständlich Betriebsausgaben und können als solche geltend gemacht werden.




Leasingraten ...

... können als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn der Leasinggegenstand (der Geschäftswagen) nicht Ihnen, sondern dem Leasinggeber zugerechnet wird. Eindeutig ist dies jedoch nur, wenn das geleaste Fahrzeug zu mehr als 50 % betrieblich genutzt wird.




Mautgebühren ...

... für die Autobahnnutzung Ihrer LKW sind Betriebsausgaben.

Aber Achtung: Bei der Vorsteuer können Sie sie nicht berücksichtigen, denn auf sie wird keine Umsatzsteuer berechnet.




Mitgliedsbeiträge ...

... des Automobilclubs sind Betriebsausgaben, wenn die Mitgliedschaft in Zusammenhang mit dem Geschäftswagen steht.




Nachrüstung

Steuern sparen für Selbstständige-Beispiel: Ihr am 1.10.2007 für 21.000 € (netto) erworbener Firmen-PKW wurde am 1.2.2008 mit einer Anhängerkupplung nachgerüstet, die mit Einbau und TÜV-Abnahme 684,25 € einschließlich 19 % Umsatzsteuer kostet.

Da durch diese Maßnahme kein neues eigenständiges Wirtschaftsgut entsteht und die Anhängerkupplung zum unselbstständigen Bestandteil des bestehenden Wirtschaftsgutes „PKW“ wird, handelt es sich um nachträgliche Anschaffungskosten, die gemeinsam mit den „historischen“ Anschaffungskosten über eine einheitliche Restnutzungsdauer abgeschrieben werden müssen.

Im Falle der Anhängerkupplung verändert sich die Gesamtnutzungsdauer des PKW durch die Nachrüstung nicht. Da das Fahrzeug bereits für 3 Monate abgeschrieben worden ist, ist die neue Bemessungsgrundlage auf die verbleibenden 69 Monate zu verteilen:

PKW-Anschaffung 1.10.2007
- Abschreibung (linear; 21.000 € ÷ 72 Monate × 3 Monate)
  21.000,00 €
875,00 €
= Restbuchwert 31.12.2007
+ nachträgliche Anschaffungskosten 2008 netto
20.125,00 €
575,00 €
= neue Abschreibungs-Bemessungsgrundlage
- Abschreibung (20.700 € ÷ 69 Monate × 12 Monate)
20.700,00 €
3.600,00 €
= Restbuchwert 31.12.2008 17.100,00 €


Dieses Verfahren gilt für Sonderausstattungen, die fest und nicht nur vorübergehend in den PKW eingebaut werden (z. B. Klimaanlage, Standheizung), nicht aber für Gegenstände, die leicht wieder ausgebaut und andernorts eingesetzt werden können (z. B. mobiles Navigationsgerät, Autotelefon).

Letztere sind eigenständige Wirtschaftsgüter, für die ein eigener Abschreibungsplan erstellt werden muss. Die Verbuchung eines zusätzlichen Reifensatzes als sofortige Betriebsausgabe ist nicht unumstritten, wird aber meist nicht beanstandet.




Reparaturen/Inspektionskosten ...

... dienen dazu, das Fahrzeug in betriebsbereitem Zustand zu erhalten oder nach einem Schaden wieder in einen solchen zu versetzen. Sie sind in voller Höhe sofort als Betriebsausgaben absetzbar.

Wird durch die Reparatur allerdings die Lebensdauer des Kfz erheblich verlängert (z. B. bei Einbau eines Austauschmotors), müssen die Reparaturkosten dem Buchwert zugeschlagen und mit diesem zusammen über die neue Nutzungsdauer abgeschrieben werden (analog dem Rechenbeispiel unter „Nachrüstung“).




Versicherungsprämien ...

... enthalten eine Versicherungssteuer, die keine Vorsteuer darstellt und daher auch nicht wie eine solche behandelt werden darf: Sie gehört, genau wie die Prämie selbst, zu den Betriebsausgaben.




Straßenkarten ...

... werden häufig vergessen, zählen aber auch zu den Betriebsausgaben, die Sie geltend machen können.




Tankkosten ...

... werden sofort in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.




Werbekosten ...

... beinhalten beispielsweise Beschriftung, Lackierung oder Aufkleber, mit denen Sie auf Ihrem Firmenwagen für Ihr Unternehmen werben. Die Kosten dafür können Sie sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe geltend machen.

Es kommt vor, dass sich das Finanzamt querstellt und verlangt, dass diese Kosten (wie die nachgerüstete Anhängerkupplung) zusammen mit dem Auto abgeschrieben werden.

Steuern sparen für Selbstständige-Tipp: Falls das Finanzamt den Sofortabzug nicht zulassen will: Verweisen Sie auf ein Urteil des Finanzgerichts München (FG München, Urteil vom 10.5.2006, Az. 1 K 5521/04).

Danach gehen die Lackierung und Beschriftung mit dem Fahrzeug eine so feste Verbindung ein, dass sie als dessen unselbstständige Teile angesehen werden müssen. Das häufige Argument des Finanzamts, dass durch die Lackierung und Beschriftung eigenständige Wirtschaftsgüter entstünden, zieht also nicht.

 





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Wie Sie Ihre Gestaltungsmöglichkeiten bei der privaten Nutzung Ihres Firmen-PKW optimal ausschöpfen

Für diesen Auftritt wurden Bilder des Fotografen Feng Yu aus der Bild-Datenbank Fotolia verwendet.

 

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