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Es gibt Zwischenfragen, die nicht produktiv wirken und auch ganz und gar nicht so gemeint sind. Sie dienen dem Fragenden dazu, den Redner zu verunsichern, aus dem Konzept zu bringen, oder sie sind Angriffe auf dessen Person.
Im Gegensatz zu produktiven Zwischenfragen, die signalisieren, dass Ihre Zuhörer bei der Sache sind, müssen Sie bei solchen unfairen Fragen auch mal schwerere Geschütze auffahren und bei Bedarf sogar aggressiv reagieren.
Mit diesen Taktiken aus dem neuen Reden-Berater wehren Sie unfaire Zwischenfragen ab:
Sie überhören die Frage einfach. Das wirkt vor allem bei aggressiven oder beleidigenden Einwürfen.
Sie lehnen die Frage als nicht zum Thema gehörig ab. „Damit schweifen wir vollkommen von unserem Thema ab.“ Oder: „Ich rede ja gerade nicht von ...“
Sie stufen die Frage als zu theoretisch ein. „Das ist eine rein theoretische Frage. Praktisch sieht es doch so aus ...“
Sie stellen den Fragenden als inkompetent hin. „Sie müssten als Fachmann doch wissen, dass ...“ – „Ja, die Frage kommt oft von Menschen, die nicht richtig im Thema drin sind. Genau das ist aber der Punkt, denn ...“
Sie setzen eine andere Frage dagegen. „Ihre Frage trifft nicht ganz das Problem. Es geht doch eigentlich darum ...“
Sie weisen die Frage ab, wenn Sie nicht der richtige Adressat sind: „Stellen Sie diese Frage lieber ...“
Sie wehren die Frage ab, wenn sie inhaltlich schon mehrfach beantwortet wurde: „Dazu habe ich schon einige Male Stellung genommen ...“
Sie fragen nach der Absicht, die dahintersteckt: „Was wollen Sie mit dieser Frage eigentlich erreichen?“
Sie kündigen an, die Frage später zu beantworten, was Sie dann durchaus „vergessen“ können.
Sie sprechen direkt an, dass die Frage verletzend ist: „Mit solchen unsachlichen/provozierenden Fragen kommen wir nicht weiter ...“
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