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Von Big Blue zu Big Green – Der grüne Wandel der IT-Branche

Spätestens seit Google seine Internetsuchmaschine auch in einer nachtschwarzen und damit Strom sparenden Version an den Start geschickt hat, um so zum Klimaschutz beizutragen, ist eines klar: Die Klimadebatte holt auch die als sauber geltende Computerbranche ein.

Wie der Zukunftsletter in einer Studie des Beratungsunternehmens Gartner vorstellte, ist die weltweite IT- und Kommunikationstechnologie für 2 % des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich.

„Das entspricht der Kohlendioxidmenge, die von den Flugzeugen in die Luft geblasen wird“, so Simon Mingay, Research Vice President von Gartner. Er geht davon aus, dass Umweltfreundlichkeit von IT-Produkten bis 2009 ein Beschaffungskriterium sein wird.

Dafür sprechen auch Umfrageergebnisse von Forrester Research: Immerhin ein Viertel der Unternehmen hat in seinen Einkaufsabläufen bereits „grüne“ Kriterien festgeschrieben, und für 85 % spielen Umweltfaktoren eine wichtige Rolle bei der Planung für den IT-Betrieb.

Umwelt- und Klimaschutz als Teil der Unternehmensverantwortung sind aber nur ein Grund dafür, dass grüne IT künftig wichtiger wird. Denn immer mehr Geräte verbrauchen immer mehr Strom. Während Hardware billiger wird, werden die Kosten für Strom und Kühlung schon bald die Hardwarekosten übersteigen.

Weltweit gaben Unternehmen 2007 ca. 30 Mrd. Dollar für Energie zur Kühlung von IT-Systemen aus, bis 2011 wird die Summe voraussichtlich um bis zu 54 % steigen. Wenn Hersteller ihre Kunden heute mit „Green IT“ hin zu „öko“ drängen, argumentieren sie dabei ökonomisch.

IBM hat den Trend früh erkannt und will jährlich 1 Mrd. Dollar in sein neues Geschäftsfeld „Big Green“ investieren. Künftig soll damit Geld verdient werden, Kunden bei der Senkung des Energieverbrauchs für Rechenzentren und Businessprozesse zu helfen.
Beitrag veröffentlicht am: 01.07.2008
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