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Die Rede-Geheimnisse von Papst Benedikt

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„Eure Rede aber sei: ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist von Übel“ (Math. 5, 37).

Von diesem biblischen Satz lässt sich Papst Benedikt XVI. stets inspirieren. Seine Statements sind kurz und prägnant sowie stark an der Zielgruppe ausgerichtet. Er unterscheidet exakt, ob er sich an Wissenschaftler oder ein breites Publikum wendet.

Die BESTEN Reden von A–Z-Tipp: Klare Kommunikation und klare Ziele, unmissverständliche Anweisungen und Rückmeldungen sind für Führungspersönlichkeiten enorm wichtig. Und: auch bei heiklen Themen nicht um den heißen Brei herumreden, sondern sofort auf den Punkt kommen.

Nur 15 Stunden nach seiner Wahl hatte Papst Benedikt XVI. seine große Kommunikationsbereitschaft vor aller Welt demonstriert: „Ich werde keine Mühe und keinen Einsatz scheuen, um den verheißungsvollen Dialog mit verschiedenen Zivilisationen fortzusetzen, damit sich aus gegenseitigem Verstehen eine bessere Zukunft für alle ergibt.“ – „Mit euch, liebe Jugend […] will ich weiter den Dialog führen.“

Eine solche Dialogbereitschaft sollten Sie auch in Ihrem Führungsalltag zeigen. Schließlich gehört das Motivieren von Mitarbeitern zu Ihrem Tagesgeschäft. Und die Voraussetzung für hohe Motivation sind Anerkennung, Wertschätzung, Vertrauen und – ein echter Dialog.

4 Voraussetzungen für einen echten Dialog mit Ihrem Team

  1. Kommunizieren Sie ehrlich, offen, direkt und sachlich. Formulieren Sie beispielsweise Ihre eigenen Ziele und Erwartungen vor dem Beginn eines neuen Projekts oder Prozesses bewusst deutlich und konkret: „Ich erwarte von diesem Projekt …/von Ihnen als Projektmitarbeiter …“ Geben Sie Ihren Mitarbeitern auch die Möglichkeit, im Gegenzug ihre Erwartungen und Ziele auszudrücken.

  2. Fragen Sie nach. Stellen Sie natürlich Verständnisfragen, sobald Ihnen etwas unklar ist („Was meinen Sie mit …?“ – „Können Sie mir das bitte genauer erklären?“). Hinterfragen Sie aber auch das Verständnis Ihrer Mitarbeiter: „Alles klar? Brauchen Sie noch mehr Informationen?“ Beantworten Sie die Rückfragen gezielt und ohne Vorbehalte.

  3. Etablieren Sie eine tragfähige Feedback-Kultur. Das heißt zum Beispiel: Wenn Sie durch den Betrieb gehen, zeigen Sie freundliches Interesse für die Arbeit. Unterbrechen Sie aber keinesfalls die Tätigkeit eines Mitarbeiters mit fachlicher Kritik oder gut gemeinten Ratschlägen, die zumeist mehr verunsichern als helfen. Vereinbaren Sie stattdessen feste Rückmeldetermine, bei denen Ihre Mitarbeiter über den Stand ihrer Projekte berichten, und Sie notfalls korrigierend eingreifen.

  4. Bewegen Sie sich. Suchen Sie in Gesprächen mit Mitarbeitern stets nach neuen Wegen und Lösungen: „Könnte es eine Möglichkeit sein, dass …?“ Oder: „Was halten Sie von …?“ So beteiligen Sie Ihre Mitarbeiter an Entscheidungen, holen deren Rat und deren Meinung ein. Wenn Sie dann noch aktiv zuhören, werden Ihre Leute merken, dass Sie ernsthaftes Interesse an Vorschlägen haben – und sich auf einen konstruktiven Dialog mit Ihnen einlassen.
Beitrag veröffentlicht am: 05.01.2011
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