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Gespräch bei Tisch: 7 Tipps, wie Sie eine anregende Gesprächsatmosphäre schaffen

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Mal finden Sie beim Geschäftsessen den Draht zu Ihrer Geschäftspartnerin nicht, mal schweigt sich bei der Hochzeitsfeier Ihr Tischherr (schüchtern, beleidigt, arrogant?) aus, mal findet sich partout kein Thema, das eine länger anhaltende Begeisterung weckt?

Fazit: Ein Tischgespräch kann anstrengend sein!

Mit diesen Tipps aus dem großen Knigge zeigen wir Ihnen, wie Sie dem großen Schweigen vorbeugen:

Als Gastgeber/in tragen Sie eine besondere Verantwortung. Dabei ist die Kommunikation ja nicht Ihre einzige Aufgabe! Machen Sie es Ihren Gästen bereits im Vorfeld leicht, sich einzubringen.

Wollen Sie zum Fachsimpeln anregen, bringen Sie Menschen aus der gleichen Berufsgruppe zusammen. Wollen Sie eine bunte Unterhaltung ermöglichen, laden Sie lieber Menschen aus verschiedenen Sparten ein. Wechseln Sie bei der Sitzordnung kommunikativ starke und zurückhaltende Personen ab.

Machen Sie gegebenenfalls unbekannte Tischnachbarn mit einander bekannt. Erläutern Sie Ihre Sitzordnung: „... weil ihr dem gleichen Hobby frönt/weil Ihr beide aus dem Rheinland stammt“.

Für Gäste und Gastgeber: Bringen Sie sich und andere ins Gespräch

Ob Sie eine Einladung ausgesprochen oder angenommen haben: Tragen Sie bitte gleichermaßen aktiv zum Miteinander bei.

Diese Verhaltensweisen fördern das Tischgespräch:

  • Sie halten zu möglichst vielen Gästen Blickkontakt.

  • Sie hören beim Gespräch zu und zeigen dies nonverbal mit zustimmendem Nicken, freundlichen Lächeln, Beifall spendendem Lachen und so genannten „sozialen Geräuschen“ wie „ach“, „oh“, „aber so etwas“.

  • Sie zeigen durch Fragen Interesse an den Äußerungen Ihrer Tischgenossen.

  • Sie demonstrieren durch Kommentare, kleine Erzählungen, kurze Anekdoten Ihre Bereitschaft, sich einzubringen: „Da habe ich erlebt / gehört / gelesen.“

  • Sie halten ihre Aussagen kurz. Zwei, drei Sätze können reichen, um andere auf Ideen zu bringen, eigene Erlebnisse anzuschließen.

  • Sie erliegen nicht der Versuchung, langatmig Ihre „Heldentaten“ zu präsentieren.

  • Sie ermuntern vielmehr andere zum Sprechen, indem Sie ihnen konkrete Fragen stellen, die ihre Expertise hervorheben: „Sagten Sie nicht, Sie hätten in Konstanz Medizin studiert? Wie ist denn da ... ?“ Oder: „Warst du nicht kürzlich in Stockholm? Stimmt es, dass …?“

Fazit des großen Knigge: Sie müssen als Gastgeber nicht ständig sprechen; erteilen Sie Ihren Gästen das Wort. Erliegen Sie als Gast weder der Versuchung, die Zügel zu übernehmen, noch der, sich vom Gastgeber kommunikativ „bedienen“ zu lassen.
Beitrag veröffentlicht am: 07.07.2010
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