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Kreativ im Team – So wird Ihr Brainstorming mit Sicherheit erfolgreich

Das klassische Brainstorming stand in den letzten Jahren stark unter Kritik, sprach man doch der Methode die Möglichkeit kreativer Höhenflüge im Team ab. Die Gründe: zu große Hemmungen der Teilnehmer, große Ideen auszusprechen, und zu lange Wartepausen, bis man seine Idee äußern kann. Diese Kritik zeigt eigentlich nur, dass es bestimmter Vorkehrungen und Regeln bedarf, damit ein Brainstorming zum Erfolg führt.

Zunächst gilt es, mögliche Hindernisse oder Blockaden innerhalb der Gruppe zu beseitigen bzw. diese zu erkennen. Ist ein Team stark hierarchisch in der Zusammensetzung, entsteht unweigerlich der Druck, sich bewähren zu müssen. Sitzt womöglich der Chef mit in der Runde, kommen Zweifel auf und eigene Ideen werden mitunter nie geäußert. Hinzu kommt das Denken in eingefahrenen Bahnen. Selbstverständliches wird nicht mehr hinterfragt, und wagemutige Ideen werden durch demotivierende Sprüche im Keim erstickt.

So verfahren die Situation auch erscheinen mag – es gibt einen Ausweg! Ziel ist es, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, um so die Offenheit im Team zu fördern. Oftmals sind besonders die großen Ideen verbunden mit persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen.

Um die optimalen Voraussetzungen für eine kreative Ideen-Session zu schaffen, empfiehlt WerbePraxis aktuell folgende Methoden:

  1. Bevor es in das kreative Warm-up geht, sollte kurz notiert werden, welche Annahmen, Bilder und Erfahrungen die Teilnehmer zu dem Thema bzw. zu der Fragestellung im Kopf haben. Dies dient dazu, den Kopf bewusst frei zu machen für neue Ideen. Und die Bedenken, die vielleicht bereits im Kopf sind, sind damit schon mal weg.

  2. Das kreative Warm-up: Um den Wechsel vom analytischen zum lateralen „Um-die-Ecke-Denken“ zu erleichtern, sollte vor jedem Brainstorming eine Warm-up-Übung durchgeführt werden.

    Zum Beispiel diese: „Manfred mampft Marmelade.“ Es werden 3 Kleingruppen gebildet. Jede Gruppe zieht einen Konsonanten. Aus diesem soll in ca. 10 Minuten eine Geschichte entwickelt und vorgetragen werden, z. B. „Laura las lauter lichte Länderromane …“

    WerbePraxis aktuell-Tipp: Machen Sie die Büroklammer-Übung. Stellen Sie die Frage: Was kann man mit einer Büroklammer alles tun? Antworten: Papier zusammenheften, eine Kette basteln, jemanden pieksen, Löcher ins Papier stechen, die Fingernägel säubern oder – ein Haus gewinnen. Ja! Erinnern Sie sich an den Kanadier, der eine Büroklammer so lange gegen etwas Wertvolleres eintauschte, bis er am Ende ein Haus hatte?

  3. Spielregeln und Ideenprozess klarmachen. Auch wenn die Regeln dem Team generell bekannt sind, hilft es, vorab nochmals darauf hinzuweisen und das Team zu ermutigen, verrückte Ideen zu äußern. Damit Sie verrückte Ideen auch fördern: Versprechen Sie einfach einen Sonderpreis für die verrückteste Idee – die Sie am Ende des Brainstormings gemeinsam wählen.

  4. Keine Kritik. In der Ideensammelphase gilt strikt: Nichts wird bewertet oder kritisiert. Allerdings gibt es auch Zeitgenossen, die verstehen sich besonderes darauf, auch durch Kurzbemerkungen oder Gesten ihre Meinung zu äußern. Die Augen zu verdrehen ist jedoch genauso schädlich wie ein abfällig gesprochener Satz. Also verboten!

  5. Sprudeln und schreiben geht nicht. Ist das Team erst mal im kreativen Fluss, dann sprudeln die Ideen. Manchmal jedoch viel zu schnell. Dann ist es gut, einem aus dem Team die Aufgabe des blitzschnellen Mitschreibens zu übertragen. Notiert jeder selbst seine Ideen, hemmt das meist die Ideenfindung.

  6. Ideen visualisieren lassen. Wenn Ideen den Raum ausfüllen, entstehen Bilder im Kopf. Um eine Idee vorstellbar zu machen und sie besser präsentieren zu können, sollte ein Scribbler dabei sein, der die Idee skizziert.

  7. Externe dazuholen. Bloß keine Experten-Inzucht! Frischer Ideenwind von externen Ideengebern oder sogar vom Kunden selbst kann ein Brainstorming positiv beeinflussen. Besonders gut: wenn die Experten aus der Firma mit den „Laien“ zusammentreffen.

    Achten Sie darauf, auch Menschen dazuzuholen, die mit dem Thema gar nichts am Hut haben. Bei manchen Themen eignen sich auch Kinder und Jugendliche ganz hervorragend als Ideengeber!

    Beispiel: Die Restaurantkette Red Lobster holte sich für eines ihrer Projekte den Tiefseeforscher Robert Ballard ins Team. Ergebnis: Jetzt wird dort nicht einfach nur Fisch verspeist. Die Faszination des Ozeans hat die Restaurants wesentlich attraktiver gemacht.

WerbePraxis aktuell-Fazit: Brainstorming ist dann gut, wenn jeder das Gefühl hat, in einer lockeren Runde herumzuspinnen. Aber diese Lockerheit gelingt nur auf der Grundlage fester Regeln, die von allen eingehalten werden müssen.
Beitrag veröffentlicht am: 15.12.2009
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