Anzeige
Leer Leer
 
Leer
Leer
Leer
Leer
Leer
Anzeige





Business-Ratgeber für Ihren Erfolg 2018
Jetzt in unserem Shop:

» Jetzt auch mit Gratis-Test-Garantie «

Die aktuelle Meinung aus unserer
Experten-Ecke:

Hildegard Gemünden
Hildegard Gemünden

Soziale Medien: Sie müssen nicht auf allen Hochzeiten tanzen

Anzeige




 

Anzeige
Seminare für Sekretärinnen

 
 
Beitrag twittern
Teilzeitwunsch: Betriebsrat darf mitbestimmen!

Verweigert der Betriebsrat die Zustimmung zur gewünschten Verteilung der Arbeitszeit, so darf der Arbeitgeber dem Teilzeitbegehren zunächst nicht entsprechen.

Allerdings hat der Betriebsrat – ebenso wie der Arbeitgeber – in einer Einzelfallwürdigung die besondere familiäre Situation des Arbeitnehmers zu beachten.

So auch im folgenden Fall, von dem das Praxishandbuch Praxishandbuch Betriebsverfassungsrecht für Arbeitgeber berichtete: Sowohl der Arbeitgeber als auch der Betriebsrat hatten die Zustimmung zum Teilzeitwunsch einer Mitarbeiterin verweigert.

Als Begründung wurde darauf verwiesen, dass die starre, festgelegte Arbeitszeit der einzelnen Mitarbeiterin nicht mit dem Interessen der anderen Kolleginnen und Kollegen im Einklang zu bringen sei. Zudem störe so eine Einzelfallregelung den Betriebsfrieden. Jeder Mitarbeiter solle im vergleichbaren Umfang in die Vorzüge und Nachteile des Arbeitsrahmens eingebunden werden.

Das Urteil: Das Landesgericht (LAG) Schleswig-Holstein gab der Teilzeitklage der Mitarbeiterin aber statt. Ein Mitarbeiter kann von seinem Arbeitgeber gemäß § 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) Teilzeitbeschäftigung verlangen, wenn keine betrieblichen Gründe dem entgegenstehen. Der Anspruch bezieht sich sowohl auf den Umfang der Beschäftigung als auch auf die Lage der Arbeitszeit.

Die Lage der Arbeitszeit kann der Arbeitgeber allerdings nicht frei bestimmen: Er muss die Zustimmung des Betriebsrats gemäß § 87 Absatz I Ziffer 2 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) einholen. Verweigert der Betriebsrat die Zustimmung zu einer vom Arbeitnehmer gewünschten Verteilung der Arbeitszeit, so muss der Arbeitgeber dies beachten und darf dem Teilzeitbegehren des Arbeitnehmers zunächst nicht entsprechen.

Allerdings muss der Betriebsrat ebenso wie der Arbeitgeber abwägen, ob die vom Arbeitnehmer gewünschte Lage der Arbeitszeit die besonderen betrieblichen Belange oder das betriebliche Organisationskonzept wesentlich beeinträchtigt. Diese Abwägung ist gerichtlich überprüfbar.

Das Landesarbeitsgericht weist darauf hin, dass der Arbeitgeber die Pflicht habe, bei der Arbeitszeiteinteilung die besondere familiäre Situation des jeweiligen Mitarbeiters zu beachten. Dieser Pflicht werden weder der Arbeitgeber noch der Betriebsrat gerecht, wenn sich die beiden starr auf ein durch Betriebsvereinbarungen bestehendes Prinzip flexibler Arbeitszeit berufen. Betriebsrat und Arbeitgeber werden der Vorgabe des § 8 TzBfG nur dann gerecht, wenn sie den Einzelfall in seiner konkreten Situation würdigen.

LAG Schleswig-Holstein, Urteil vom 04.10.2007, AK 4 Sa 242/07

Fazit der Praxishandbuch Betriebsverfassungsrecht für Arbeitgeber-Redaktion: Das heißt für Sie als Arbeitgeber: Sie sollten bei der Prüfung von Teilzeitwünschen sehr sorgfältig arbeiten. Nur wenn tatsächlich belegbare betriebliche Gründe gegen den Teilzeitwunsch sprechen, sollten Sie das Teilzeitbegehren ablehnen.

Spätestens bei der Anhörung des Betriebsrats hinsichtlich der Verteilung der Arbeitszeit müssen Sie nämlich eine Ablehnung gut begründen können.
Beitrag veröffentlicht am: 28.07.2008
Aus: Praxishandbuch Betriebsverfassungsrecht für Arbeitgeber – Jetzt gratis testen!
Wie finden Sie diesen Beitrag? Durchschnittliche Bewertung
Bewertung
bei 0 Bewertungen
Mit der Abgabe einer Bewertung wird ausschließlich der Wert der Bewertung gespeichert. Ein Rückschluss auf die Identität bestimmter Personen ist damit nicht möglich!
Diesen Beitrag jetzt...
Weiterempfehlen Drucken RSS-Feed Abonnieren Twittern Bei XING posten


Kurz-URL für Presse: www.business-best-practice.de/3424
Info per E-Mail über neue ähnliche Beiträge


Anzeige
Führungswissen für die AssistentinFührungswissen für die Assistentin
So unterstützen, entlasten und vertreten Sie Ihren Vorgesetzten kompetent und souverän

In zahlreichen Übungen erhalten Sie Hilfestellungen zu folgenden Themen:

  • Sicher und verantwortlich mit der „geliehenen Macht” des Chefs agieren
  • Feedback geben, knifflige Situationen meistern, Konflikte lösen
  • Aufgaben sondieren, Sachverhalte klären, Leistungen einfordern
  • Als Mittlerin verschiedene Interessen geschickt unter einen Hut bringen
  • Besprechungen und Meetings gut planen und nachbereiten



Überzeugen, motivieren und delegieren im Auftrag des Chefs– Jetzt anmelden!



Diese aktuellen News & Tipps für Selbstständige und Unternehmer könnten Sie interessieren:

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge für Selbstständige und Unternehmer

 

Das Small Talk-Thema des Tages

Sie kennen das doch bestimmt auch: Sobald Sie kurz mit bekannten oder unbekannten Personen zusammentreffen, ist ein kurzes, unverbindliches Gespräch angesagt: Der Small Talk.

Egal, ob vor einem Seminar, einer Tagung, im Aufzug oder in der Warteschlange: Sie wollen sich ja nicht anschweigen. Aber was dann? Das Wetter und die gute oder schlechte Anreise als Small-Talk-Thema fallen den meisten noch ein. Wenn Sie es aber nicht wie alle machen wollen, schlagen wir Ihnen mit diesem Newsletter auf unserer Partnerseite small-talk-themen.de täglich ein aktuelles Thema vor, das Sie für Ihren Small Talk nutzen können.

Ihre E-Mail-Adresse:





Lesen Sie auch unsere weiteren Beiträge für „Selbstständige & Unternehmer“:



Diese Seite wurde vom McAfee SiteAdvisor
auf Sicherheit überprüft
Gelassenheits-Schaf
© 2005-2017, web suxxess factory