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Passen Sie den richtigen Zeitpunkt ab

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Der beste Anlass für einen Anruf nutzt nichts, wenn er zum falschen Zeitpunkt kommt. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie sich genau über den Tagesablauf der Journalisten informieren, die Sie direkt ansprechen wollen. Der variiert natürlich bei den einzelnen Medien und natürlich auch zwischen den Medienarten.

Mit diesen Tipps aus PR Praxis passen Sie den richtigen Zeitpunkt ab:

  • Online-Redaktionen: Da die meisten Menschen vormittags ins Internet gehen und Nachrichten checken, arbeiten die Online-Redaktionen am Vormittag mit Hochdruck. Eine Besonderheit bei Online-Journalisten ist – im Unterschied zu den Print-, Radio- und TV-Journalisten –, dass sie immer topaktuell sein müssen, also eigentlich nie wirklich Redaktionsschluss haben.

  • Gedruckte Tageszeitungen: In der Regel ist um 10 Uhr Themenkonferenz. Danach können Sie anrufen, also so um 11 Uhr. Allerdings ist dies auch eine beliebte Zeit für Pressetermine. Sollte Ihr Gesprächspartner also nicht am Platz sein, versuchen Sie es am Mittag nochmals. Nachmittags ist es dagegen am hektischsten.

    Dann schreiben die Pressevertreter ihre Artikel und sind mit dem Umbruch beschäftigt. Hier haben Sie nur dann Chancen, eine Meldung noch zu platzieren, wenn eine Lücke im Blatt ist. Ein Anruf wegen eines Themenvorschlags empfiehlt sich am ehesten gegen 18 oder 19 Uhr. Dann sind die Beiträge im Satz und der Journalist hat wieder ein offenes Ohr für neue Themen.

  • TV und Radio: Hier hängt es natürlich sehr von dem Format ab. Wollen Sie den Redakteur des Morgenmagazins erreichen? Dann können Sie das natürlich am besten nach der Sendung. Oder Sie senden am späten Abend eine Mail, die er dann in den frühen Morgenstunden vor der Sendung liest.

    Der Nachteil liegt auf der Hand: Bei Nachfragen ist niemand zu erreichen. Die Crew von den Abendnachrichten checkt ab mittags die Nachrichtenlage und reagiert dann auf die Neuigkeiten.

  • Wochen- und Monatsmagazine: Hier gelten wieder andere – längere – Vorlaufzeiten. Lassen Sie sich diese individuell von den für Sie relevanten Medien geben. Dann können Sie, bevor Sie zum Hörer greifen, prüfen, ob nicht gerade Redaktionsschluss ist – der denkbar schlechteste Zeitpunkt für einen Anruf.

PR Praxis -Extra-Tipp: Wenn Sie übers Wochenende eine Information haben, schicken Sie diese am besten am Sonntagvormittag: Dann arbeiten die Journalisten an der Montagsausgabe. Senden Sie Tageszeitungen keine E-Mails am Samstag. Diese gehen bis zum Check am Sonntag unter.

PR Praxis -Fazit: Da die Konferenzzeiten und der Redaktionsschluss jedoch von Zeitung zu Zeitung variieren, sollten Sie ganz individuell bei den für Sie wichtigen Medien nachfragen, wann Anrufe am günstigsten sind. Am besten legen Sie sich eine Übersicht mit den Daten der für Sie wichtigsten Medien an.

Zudem sollten Sie zu Beginn jeden Anrufs fragen, ob es gerade passend ist. Damit signalisieren Sie dem Journalisten, dass Sie seine Arbeitsbedingungen kennen und wissen, dass er unter großem Zeitdruck arbeitet. Und: Halten Sie die Informationen auf Ihrer Website immer aktuell, sodass der Journalist sich auch dann informieren kann, wenn er sie nicht erreicht.
Beitrag veröffentlicht am: 08.03.2011
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