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So verlängern Sie die Probezeit ganz legal um beispielsweise 4 Monate

Angenommen, Sie haben einen neuen Mitarbeiter, bei dem Sie am Ende der Probezeit noch nicht ganz sicher sind, ob er die gewünschten Leistungen bringt oder nicht. Dann können Sie jetzt die „Probezeit“ verlängern. Das Bundesarbeitsgericht hat zu dieser Gestaltung ausdrücklich „Ja“ gesagt.

Der übliche Weg, wenn Sie einen neuen Mitarbeiter oder eine neue Mitarbeiterin einstellen: Sie vereinbaren im Rahmen bestehender Tarifvereinbarungen beziehungsweise im Rahmen des gesetzlich Erlaubten zunächst eine Probezeit von in der Regel 6 Monaten, bevor das Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit den vom Gesetzgeber vorgegebenen Kündigungsfristen beziehungsweise dem üblichen Kündigungsschutz übergeht.

Doch was, wenn Sie schon im Rahmen der Probezeit merken: Eventuell passt der Mitarbeiter doch nicht so zu Ihrem Unternehmen, wie Sie sich das wünschen? Andererseits haben Sie aber das Gefühl, dass eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses in der Probezeit ein Fehler wäre, weil der Mitarbeiter sich noch entwickeln kann.

Hier hat simplify your business eine Lösung:

Kurz vor Ende der Probezeit teilen Sie dem Mitarbeiter offen mit, dass Sie nicht so zufrieden sind, wie Sie sich das vorgestellt hatten – aber dass Sie andererseits ein Interesse daran haben, ihm eine zweite Chance zu geben. Dann kündigen Sie ihm mit verlängerter Kündigungsfrist von z. B. 4 Monaten mit Wiedereinstellungszusage, sollte er sich in den 4 Monaten bewähren – dadurch räumen Sie dem Mitarbeiter eine zusätzliche Bewährungschance ein.

Ihr Vorteil:

Dadurch haben Sie 4 weitere Monate gewonnen, um den Mitarbeiter zu beobachten beziehungsweise ihm weitere Einarbeitungszeit zu gewähren. Zeigt sich nach dieser Zeit, dass er auch weiterhin hinter den in ihn gesteckten Erwartungen bleibt, wird das Arbeitsverhältnis beendet.

Das Bundesarbeitsgericht hat dieses Modell bestätigt: Sie können einem Mitarbeiter in der Probezeit eine weitere Bewährungschance einräumen, indem Sie ihm für das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit mit überschaubarer längerer Kündigungsfrist kündigen und ihm für den Fall der Bewährung die Wiedereinstellung zusagen (BAG, Urteil vom 07.03.2002, Az. 2 AZR 93/01).
Beitrag veröffentlicht am: 08.02.2011
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