Die 100 Wörter, die Sie in keine E-Mail schreiben sollten ...
... wenn Sie nicht im Spam-Filter hängen bleiben wollen
Spam nimmt zu, keine Frage. Aber auch die Zahl der irrtümlich als Spam deklarierten E-Mails wächst stetig. Bis zu 30 % werden laut dem E-Mail-Experten Torsten Schwarz nicht zugestellt.
Das bedeutet selbst für Werbe-Mails, die der Empfänger gern haben möchte, dass sie von Spam-Filtern oder Providern aussortiert werden.
Die Gefahr, im Abfallkorb zu landen und nicht durchgestellt zu werden, ist riesengroß. Moderne Filterprogramme analysieren eine Vielzahl von Faktoren und vergeben für Negativmerkmale Punkte: Dabei werden auch Betreffzeilen und Inhalte der E-Mails nach bestimmten Begriffen durchsucht. Kommen diese Wörter in Ihren E-Mails vor, steigt Ihre Negativbewertung.
Kommen noch andere Spam-Verdachtsfaktoren hinzu, kann eines dieser Wörter reichen – und Sie bleiben im Filter hängen.
In der folgenden Liste aus WerbePraxis aktuell finden Sie 100 Wörter, die Sie in E-Mails grundsätzlich vermeiden sollten:
Achtung: Mit diesen Worten werden Ihre E-Mails spamverdächtig!
Partner
Preis
Preiswert
Probieren
Problem
Profitieren
R
Raus
Reduzierung
Rendite
Riesen-...
Riesig
S
Schatz
Schnäppchen
Sehr
Sex
Sparen
Spaß
Spitze
Star
Steigende
Super
Süß
T
Teuer
Top
Traum
W
Wettbewerber
Wg
Wichtig
Willkommen
Wunsch
Z
Zugreifen
100 % Ausschluss
Bei den meisten Spam-Filtern führen bereits Begriffe wie Sex, Erotik, Pornografie oder Lust zum Ausschluss. Aber auch die Verwendung von Markennamen bestimmter Medikamente wie Viagra, Cialis, Prozac, Regalis, Vicodin, Xanax und Xenica ist eine todsichere Methode, die E-Mail aus dem Verkehr ziehen zu lassen. Und mit Markennamen wie Rolex, Cartier oder Breitling läuft man ebenso ins Spam-Messer.
Häufung wirkt noch negativer
Vorsicht! Wenn Sie diese Begriffe gehäuft einsetzen, erhöht sich die Spamgefahr weiter: „Lust auf Schnäppchen? Hammer-Preise nur noch bis 10.3.2008“ – dies ist ein Beispiel für eine Werbeformulierung, die Ihre E-Mail zur Spam-Mail macht.
Privatheit ist verdächtig
Vor allem in den Betreffzeilen sind alle Redewendungen, die den Empfänger direkt ansprechen und dabei duzen, verdächtig. Wer hat nicht schon heiße Fotos von einer Uschi aus Mallorca erhalten, die mit der Betreffzeile „Für Dich, Liebster“ eingeleitet wurden? Duzen Sie also den Empfänger in Werbe-Mails nicht.
Sonderzeichen weglassen
Sonderzeichen wie das Ausrufezeichen, das Prozentzeichen und sogar der harmlos erscheinende Doppelpunkt können eine E-Mail ebenfalls spamverdächtig machen.
WerbePraxis aktuell-Fazit
Spam-Filter haben etwas gegen Werbesprache. Die üblichen Formulierungen, mit denen man im Direktmarketing seit Jahren die Kunden zum Zugreifen und Bestellen bewegen wollte, sind im E-Mail-Marketing daher fehl am Platz.
Verzichten Sie auf reißerische Formulierungen. Möglicherweise bringt das einen doppelten Vorteil. Ihre Werbung passiert wieder den Spam-Filter. Und die Kunden fühlen sich eher angesprochen. Denn Marktschreierei ist auf dem Rückzug.
Für diesen Auftritt wurden Bilder von Martina Berg aus der Bild-Datenbank Fotolia verwendet.
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