1. Wer nackt kommt, zahlt gar nichts.
Für eine
Ausstellung zu Aktfotografien der Künstler Klimt, Schiele, Kokoschka mit dem Titel „Die nackte Wahrheit“ hat sich das renommierte Leopold-Museum in Wien diese Aktion ausgedacht:
Jeder, der nackt oder im Badeanzug in das Museum kommt, hat freien Eintritt zu der Ausstellung. Zur Gratiskarte gab es außerdem den Katalog zur Ausstellung und eine kleine Überraschung. Von dem Angebot, hüllenlos zu erscheinen, machten zahlreiche Besucher Gebrauch.
2. Rabatt gibt's, wenn heute Ihr Geburtstag ist.
Diese Aktion können Sie auch auf Dauer laufen lassen. Geben Sie einfach Geburtstagskindern Rabatt. Sowohl im stationären Einzelhandel als auch im Online-Shop einfach umzusetzen.
Mit einem Unterschied: Um Missbrauch durch Mehrfacheinkäufe zu verhindern, müssen Sie im Online-Geschäft die Geburtsdaten des Kunden speichern. Im Einzelhandel reicht die Vorlage des Personalausweises.
- Im Freizeitpark Phantasialand in Brühl bei Bonn: Geburtstagskinder erhalten freien Eintritt – und selten geht jemand allein in einen Vergnügungspark!
3. Der Pärchen-Rabatt.
Natürlich können Sie originelle Rabatte auch für Pärchen ausloben – egal, ob verliebt, verheiratet oder gleichgeschlechtlich. Die Bedingungen definieren Sie, z. B. so:
- Pärchen, die in diesem Jahr Silberhochzeit feiern,
- Pärchen, die zusammen unter 40–Jahre alt sind,
- Pärchen, die zusammen 100–Jahre alt sind,
- Pärchen, die zusammen exakt 160–Kilo auf die Waage bringen.
WerbePraxis aktuell-Tipp:
Pärchen-Rabatte sind eine clevere Sache, um beispielsweise auch die weniger konsumfreudigen Männer einzubeziehen. So offerierte ein amerikanisches Schuhgeschäft einen Pärchen-Rabatt der besonderen Art: Nur wenn ein Pärchen (Mann und Frau) jeweils ein Paar Schuhe kaufte, bekamen beide an der Kasse einen Rabatt.
Das Ganze soll sich als wahre Kontaktbörse entpuppt haben, weil sich wildfremde Menschen ansprachen und als Pärchen gemeinsam zur Kasse gingen.
Eine Variante des Pärchen-Rabatts, die Sie auf Familien ausweiten, ist der
Happy-Family-Rabatt.
4. Der Überraschungs-Rabatt.
Eine originelle Variante, über die der amerikanische Marketing-Guru Seth Godin berichtet: Als er nach einem Shoppingbummel durch ein Bekleidungsgeschäft an die Kasse kam, wurde ihm ein 10 %-Rabatt für seine Einkaufssumme verkündet.
Die Bedingung: sofort einlösen, keine Auszahlung in bar. Stattdessen konnte er sich einen Artikel in Höhe des gewährten Rabattes aussuchen und mitnehmen. Mit diesem
Sofortrabatt machen Sie Kunden auf der Stelle glücklich.
5. Der Uhrzeit-Rabatt.
Das Preisprinzip der
Happy Hour kennen Sie: Nur zu bestimmten Uhrzeiten gibt es den Rabatt. Was in Diskotheken oder Bars an der Tagesordnung ist, können Sie auch in Ihrem Online-Shop einsetzen.
- So eine Happy Hour gibt es beispielsweise im Bertelsmann Buchclub. Der Beginn der Happy Hour wird dabei nicht oder nicht lange vorher verraten. Im Buchclub erfahren ihn nur die Empfänger des Newsletters vorab!
- Beim Online-Shop Discount24 werden Happy Hours regelmäßig veranstaltet. Aber immer zu anderen Zeiten. Auch die Höhe des gewährten Rabattes und die Artikel, die rabattiert werden, ändern sich.
Statt der Happy Hour können Sie auch bestimmte Wochentage zu Rabatt-Tagen erklären. Ein gutes Mittel, um die Besucherfrequenz in schwachen Zeiten zu erhöhen.
Eine Variante der Happy Hour, verknüpft mit dem Überraschungs-Rabatt, ist der
Preisalarm. Im stationären Handel wird er immer dann ausgelöst, wenn eine Glocke oder ein anderes Signal ertönt. Im Online-Shop wird er durch Text und Bild auf der Website angezeigt. Der Preisalarm kann ohne Ankündigung des Termins überraschend ausgelöst werden.
6. Der Frühbucher-Rabatt.
Je früher Sie buchen, desto kleiner der Preis. So könnten Sie beispielsweise Vorbestellern einen Frühbucherrabatt gewähren. Bei Büchern, DVDs, Hotels, Reisen etc. ist das bereits üblich.
Auch im Business-to-Business-Bereich wird davon ausgiebig Gebrauch gemacht. In Ihrer Branche noch nicht? Dann probieren Sie es aus!
- So wie das ungarische Restaurant Veranda Wine and Grill, bei dem Restaurantgäste etwa 25 bis 50 % weniger zahlen, wenn sie ihren Tisch via Internet im Voraus bestellen. Neben dem Datum und der Zahl der Plätze müssen sie auch die gewünschten Gerichte und Getränke 2 bis 3 Monate im Voraus auswählen.
Allein in den ersten 3 Monaten sind rund 400 Reservierungen über die Homepage eingegangen! 6 Restaurants haben sich der Initiative bereits angeschlossen.
7. Der Selbstbestimmungs-Rabatt.
Ein Berliner Weinlokal fing damit an. Die Gäste mieteten sich ein Glas für 1,00 Euro, tranken, so viel sie wollten, und zahlten beim Hinausgehen, so viel sie für richtig hielten.
„Bezahlen Sie doch einfach, was Sie wollen“, hieß die Botschaft.
Offenbar hat sich das Prinzip ausgezahlt. Die Weinkneipe gibt es noch immer, und sie findet Nachahmer in Berlin und anderen Städten. Auch der Gastronom Stefan Fischer hat es in seiner Apfelwein-Kneipe in Fulda ausprobiert.
Überraschendes Resümee: Ohne zu wissen, was das Gericht laut Speisekarte kostet, zahlten rund 72 % der Gäste mehr als vorgesehen. Allerdings gab es auch 28 %, die weniger zahlten. So kam auf den 1. Blick ein Minusgeschäft heraus. Auf den 2. Blick hatte Fischer einen so gewaltigen Presserummel, dass er die Aktion als erfolgreiche Werbeaktion verbuchen konnte.