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Bernd Röthlingshöfer
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Das Österreich-Geheimnis:

Wie die Alpenrepublik es von der
Wurzelseppen-Nation in die Pole Position schaffte



Vor wenigen Jahren noch galt Österreich als Wurzelseppen-Republik und ökonomisches Anhängsel Deutschlands. Dann vollführte Jörg Haider seine politischen Pirouetten, was den Ruf der Alpenrepublik nicht gerade verbesserte.

Aber dann, als nach der Jahrtausendwende die Strukturschwächen Deutschlands zum Großthema wurden, drehte sich plötzlich der Wind. Seitdem gilt Österreich als reformfreudige Gegend, und die Österreicher sind von kleinen Brüdern zu starken Nachbarn geworden.

Was ist dran an den Zukunftsvorteilen Österreichs?

Hier sind 8 Rezepte aus dem Zukunftsletter zum Nachmachen. Allerdings: Nachmachen ist gar nicht so einfach.

 

1. Der Kleinheits-Vorteil



Österreich ist ein kleines Land. Wie die Beispiele Holland, Dänemark, Finnland und Irland zeigen, sind kleine Länder bei der Umsetzung politischer Reformen schneller und effektiver. Kleinstaatliche Strukturen ermöglichen „schnelle und grausame“ Reformen, ohne dass die Lobbys allzu sehr Zeter und Mordio schreien können.

So ist der Arbeitsmarkt deutlich liberalisiert (Kündigungen sind leichter möglich und werden durch eine obligatorische Abfindung ausgeglichen). Eine Rentenreform wurde kurz und knackig von oben durchgesetzt. Der „Arbeitsmarktservice“, Österreichs Arbeitslosen-Agentur, läuft schon seit Jahren eher nach dem proaktiven Prinzip, nach dem die Hartz-Reform eigentlich funktionieren sollte.

 

2. Soziokulturelle Homogenität



Während Deutschland aus den unterschiedlichsten Kultur-Modellen besteht – vom agrarisch-konservativen Bayern bis zum liberalen Hamburg, vom preußischen Berlin bis zum linken Saarland –, hat Österreich (mit Ausnahme von Kärnten) seine kulturellen Wurzeln in einem mildkonservativen Katholizismus, der auf ein bestimmtes Sozialmodell verpflichtet.

Das erzeugt, trotz aller Schwerfälligkeit, auch politische Stabilität. Die hysterischen Schwankungen zwischen marktliberaler Peitsche und sozialgerechtem Kuschelkurs, die die deutsche Politik gründlich ruiniert haben, bleiben hier gedämpft. Österreichs Politik ist immer noch „Hofpolitik“.Man kennt sich, auch wenn man sich nicht immer schätzt, bringt man doch die politischen Schäfchen gemeinsam ins Trockene.

 

3. Eine Hauptstadt haben



Wien ist, anders als Berlin, keine gigantische Baustelle, die von 50 Jahren Subventionspolitik gebeutelt und ruiniert wurde. Wien ist eine funktionierende Hauptstadt mit hoher Lebens- und Kulturqualität (auf den diversen Hitparaden für lebenswerte Städte gleich hinter Zürich und Seattle).

Wien setzt als echte Metropole der eher provinziellen Mentalität des agrarischen Österreich einen Kontrapunkt entgegen. Die Stadt erlangt langsam ihre alte mitteleuropäische Funktion zurück: als kultureller und sozialer Magnet des mitteleuropäischen Raumes.

 

4. In der Mitte liegen – und von der Geschichte profitieren



Während sich Deutschland durch den Fall des Eisernen Vorhangs eine neue Spaltung einhandelte – und nun die riesigen deindustrialisierten Gebiete Ostdeutschlands zu subventionieren hat –, profitierte Österreich eher von der jüngsten Geschichte. Plötzlich liegt das kleine Land nah an den Expansionsmärkten Ungarns, der Slowakei, Sloweniens.

Trotz aller latenten Fremdenfeindlichkeit in der Bevölkerung hat die österreichische Wirtschaft längst ihre Chancen gesichert. Mittelständler reaktivieren die alten Beziehungen im Osten, Banken und Supermärkte expandieren ihr Filialnetz von Wien bis nach Albanien. Ökonomen schätzen, dass diese Expansionsstrategie alleine 1 % Wachstum pro Jahr zusätzlich schafft.

 

5. Außenseiter ausbrüten



Weil Österreich heute so eng ist, herrscht enormer Druck auf dem Kessel der kreativen Intelligenz. Österreich ist ein Land voller Exzentriker, Querdenker und seltsamer Leute, die, wenn sie etwas werden wollen, gleich in der internationalen Liga spielen müssen.

Es beginnt in der Literatur, wo mit Jelinek und Bernhard die „genial Depressiven“ den Ton angeben, reicht über die Medien – Österreich verschickt seine Medientalente regelmäßig in die Chefredaktionen großer deutscher Fernsehsender und Zeitungen – bis zur Kunst, wo das Alpenland eine ganze Riege von „Erlösungskünstlern“ (Die Presse) hervorbrachte, die es mit narzisstischem Welterlösungs-Duktus zu Weltruhm brachten – man denke an Nietzsche, Hundertwasser und André Heller.

In den Naturwissenschaften brachte Österreich mit Anton Zeilinger sogar einen unterhaltsamen Quantenphysiker hervor, und in der Wirtschaft fallen die vielen „Eccentric Entrepreneurs“ auf – von Niki Lauda, dem ewig scheiternden Airline-Star, über den schrillen Baumeister Lugner bis zu Dietrich Mateschitz, dem knallharten Erfinder von Red Bull.

 

6. Die Kunst des gnadenlosen Optimierens



Österreich ist wohl das euroskeptischste Land des Kontinents. Um die 70 % der Österreicher empfinden den Beitritt zur EU als Verlustgeschäft, nur 30 % halten ihn für eine „gute Sache“. Wie kann das sein? Und vor allem: Wie kann das gut gehen?

Es kann, denn in Österreich herrscht eine bisweilen rasend machende, bisweilen auch erfrischende Doppelmoral, die böse Zungen auch „balkanisch“ zu nennen pflegen. Man ist gegen Ausländer – und nimmt gerne preiswerte Dienstleistungen in Anspruch (Wien hat seit Jahrhunderten eine hoch entwickelte Dienstleistungskultur). Man empört sich gegen „die da oben“ – und hält kräftig die Subventions-Hand auf.

Diese Strategie hat ihre Wurzeln in der höfischen Struktur des Vielvölkerstaates, in dem Protektionismus aller Art über Jahrhunderte blühte und gedieh. Umgekehrt kann man im politischen Österreich die großen EU-Länder als „Absahner“ kritisieren – und hintenrum geschickt die Hand aufhalten. Wie sagte neulich ein österreichischer Politiker in Brüssel? „Um uns zum Schweigen zu bringen, muss man schon noch mal etwas drauflegen ...“

 

7. Bio- und Wellness-Cluster



Österreich hat früh und clever auf 2 Trends gesetzt, die sich im benachbarten Deutschland ideologisch entwickelten, aber dort nie ökonomisch fliegen lernten.

Wellness ist der große Standortfaktor eines Alpentourismus, der immerhin ein Fünftel des österreichischen BSP ausmacht. Wellness à la Österreich ist eine prima (Retro-)Kombination: Man nehme eine rotweiße Karodecke aus Naturleinen, ein ordentliches Schnitzel und herzliche Worte, dazu einen Schuss Spiritualismus – 40 % der Österreicher glauben an die Kräfte des Mondes. Die österreichische Thermen- und Badelandschaft ist legendär.

Österreichs Landwirtschaft hat derweil konsequent auf den Bio-Trend gesetzt – mehr als 15 % der Agrarflächen dienen heute dem Bio-Anbau. Die Supermarktkette Billa brachte „Ja Natürlich“, die erste flächendeckende und erfolgreiche Bio-Marke, heraus, und die Anzahl von gut vermarkteten Bioprodukten nimmt ständig zu.

 

8. Design – aber oho!



Wer an Österreich denkt, assoziiert Zwiebelkirchen und Tirolerkitsch, vielleicht noch den Goldbarock der Hauptstadt. Doch das ist noch nicht einmal die halbe Wahrheit. Österreichs Winzer zum Beispiel betreiben seit einem Jahrzehnt Design als Marketing-Turbo.

Im Weinviertel, um Langenlois und am Neusiedler See kann man Weingüter im supermodernen kalifornischen Stil bewundern – Koryphäen wie Kracher oder Bründlmeyer haben es längst in die In-Restaurants von Los Angeles bis Brooklyn gebracht (welcher deutsche Winzer hat das schon?).

Wien ist seit jeher Zentrum interessanter Architektur, auch im Großsiedlungsbau. Und Vorarlberg entwickelt sich seit Jahren zum Dorado eines ultramodernen Minimalismus-Holz-Baustils – Wallfahrtsort für innovative Architekten aus aller Welt.

 

Österreichs Erfolgsrezept: Das Bankhofer-Prinzip – Window Dressing statt teutonischer Depression


Wer Österreichs Erfolg verstehen will, kann auch einfach nur Hademar Bankhofer verstehen lernen. Professor Hademar Bankhofer, ein ewig lächelnder Herr im besten Alter mit silbergrauen Haaren, ist derzeit der würdigste Botschafter der Alpenrepublik.

Im deutschen Frühstücksfernsehen taucht er ebenso auf wie bei Kerner, im Hessischen Rundfunk hat er eine Fernsehsendung. Seine so einfache wie geniale Botschaft lautet: Alles ist gesund!

Seine Bücher handeln von „1.000 Gesundheitstipps“ oder „500 Naturrezepten“ oder „700 Vital-Ratschlägen“. Wärmflaschen helfen gegen Blasenkatarrh, Pottasche gegen Cholesterin, Radieschen gegen Fette, Fußgymnastik gegen Alzheimer. Mariendisteln. Salbei. Lecithin. Wadenwickel, Salat. Roter Ginseng – alles Wundermittel ohnegleichen! Bankhofer schaffte es sogar, die Österreicher zum Verspeisen gemahlener Kieselsteine zu bewegen. Denn das fördert die Gesundheit!

Natürlich ist Bankhofer kein Professor (sondern nur vom österreichischen Staat ehrenhalber zu einem solchen ernannt). Er ist auch kein Arzt, sondern Journalist. Seine Kunst besteht vor allem darin, NIE aufzuhören zu reden. „Ach übrigens, da müssen wir noch a bisserl dies und da müssen wir das, und wusstens schon, dass man mit Krautwickeln bei Erkältungen wahre Wunder bewirken kann ...“

„Bankhofern“ heißt in der englischen Sprache „Window Dressing“, und in Österreich ist es zur höchsten Kunst entwickelt. Minister und Landeshauptmänner reden grundsätzlich von „Top-Positionen“; alles ist immer „spitze“ und „super“ und „unvergleichlich!“.

Preußische Deutsche verachten so etwas, und deshalb verstehen sie das österreichische Geheimnis nicht. Es geht nicht um „die Wahrheit“ (die kennt sowieso keiner). Es geht darum, besser dazustehen. Im Vergleich zum teutonisch-depressiven Grübelton ist das wahrhaft erfrischend.

Und vor allem: ziemlich erfolgreich!



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